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10 Tipps für einen nachhaltigen Kleiderschrank ohne Fast Fashion

10 Tipps für einen nachhaltigen Kleiderschrank ohne Fast Fashion

Kleiderschrank ohne Fast Fashion

Wer umweltbewusst leben möchte, muss Nachhaltigkeit früher oder später auch im eigenen Kleiderschrank etablieren. Denn die Modeindustrie ist einer der größten Umweltsünder unseres Planeten. Um zu verstehen, warum Fast Fashion so problematisch ist, werfen wir zuerst einen Blick auf die wichtigsten Fakten:

Fast Fashion Fakten

CO2-Ausstoß der Modeindustie

Die Textilindustrie produziert jährlich ca. 1,2 Billionen Tonnen CO2 – das ist mehr als internationale Flüge und Kreuzfahrten zusammen. Das heißt, die Modeindustrie ist als Teil der Textilbranche für ungefähr fünf Prozent der globalen Emissionen verantwortlich.

Mikroplastik in Kleidung: 

Heutzutage gehört Polyester zu den am häufigsten verwendeten Materialien in der Modeindustrie. Polyester gehört zu den Plastikfasern, deren Partikel beim Waschen ins Wasser gelangen und später ins Meer. Über Nahrungsmittel gelangt Mikroplastik schließlich auch in unseren Körper.

Wasserverbrauch der Textilindustrie:

Konventionelle Baumwolle gehört zu den beliebtesten Textilien der Welt. Leider verbraucht Baumwolle allein schon beim Anbau riesige Mengen Wasser. So werden hierbei bis zu 26,9 Kubikmetern Wasser pro Kilogramm Baumwolle benötigt. 

Giftige Chemikalien in konventioneller Kleidung:

Beim Anbau von konventioneller Baumwolle werden oft Pestizide eingesetzt. Rund 25 Prozent Marktes entfallen auf Anbau der Naturfaser. Und auch bei der Verarbeitung der Rohstoffe werden Chemikalien eingesetzt, die dann im Abwasser und manchmal auch direkt im Meer oder Fluss landen. Die Stoffe vergiften Böden, führen zu Insektensterben und können die Gesundheit von Menschen in der Region schädigen.

Ausbeutung von Arbeitern für Fast Fashion:

Menschen, die in Anbau- und Verarbeitungsländern der Textilbranche leben, leiden häufig unter der Zerstörung ihrer direkten Umwelt. Sie arbeiten dort unter gefährlichen Bedingungen für einen minimalen Lohn. Zwar hat sich seit dem Unglück in der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch 2013 mit über 1000 Todesopfern viel getan. Doch bis heute werden immer wieder Fälle von Kinderarbeit und sklavenähnlichen Verhältnissen in der Branche bekannt.

Das Problem von Fast Fashion

Ein zusätzliches Problem dieser Massenabfertigung, das oft ins Hintertreffen gelangt, ist der Schutz von intellektuellem Eigentum. Dreiste Kopien stehen in der schnellen Mode an der Tagesordnung. Viele Designer erheben aus diesem Grund Anschuldigungen gegen große Modeketten. 

Fast Fashion

So viel Kleidung besitzt der Durchschnittsdeutsche

Schätzungsweise hängen insgesamt über fünf Milliarden Kleidungsstücke in unseren Schränken. Pro Kopf kommt man damit auf rund 95 Kleidungsstücke. Allerdings wird jedes fünfte davon kaum bis gar nicht getragen. Kleidung ist zu einer Massenware geworden. 

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10 Tipps für nachhaltige Kleidung:

Höchste Eisenbahn also, dass wir etwas ändern und unsere Kleiderschränke nachhaltiger gestalten. Hier kommen 10 Tipps, für eine nachhaltige Garderobe mit gutem Gewissen:

Den Kleiderschrank organisieren

  1. Miste zuerst aus und organisiere deinen Kleiderschrank mit Kleidung, die du wirklich trägst. Entscheide dich für Teile, die du gut untereinander kombinieren kannst.
  2. Verkaufe den Rest auf Kleiderkreisel oder Flohmärkten. Alternativ bieten sich Kleiderpartys mit Freunden an, auf denen ihr untereinander Kleidungsstücke tauscht, die ihr nicht mehr tragt. 

Nachhaltige Marken für deinen Kleiderschrank

  1. Spare dein Geld für hochwertige Kleidung. Fokussiere dich auf den Gedanken von Qualität anstatt Quantität.
  2. Investiere in hochwertige und nachhaltige Kleidung. Indizien für gute Investitionen sind eine hochwertige Verarbeitung, umweltfreundliche Materialien, Textilsiegel und nachhaltige Marken. Eine weitere Möglichkeit ist, nachhaltige Marken secondhand zu kaufen, wenn dir die Kleidung sonst zu teuer ist.
  3. Entscheide dich bewusst gegen Fast Fashion. Modehäuser die Massenware produzieren sind nicht nachhaltig. Unterstütze kleinere Labels und Shops. Lokal einzukaufen ist eine schöne Alternative zum Onlineshopping. 

Minimalismus kultivieren  

  1. Laufe keinen Trends hinterher. Zeitlose Designs sind immer im Trend und Stil lässt sich nicht kaufen. Wählerisch zu sein macht dich stilsicher – keine wahllosen Fehlkäufe. 

Eine Capsule Wardrobe

  1. Erstelle eine Capsule Wardrobe: dies ist ein Garderobensystem, bei welchem du Kleidung besitzt und kaufst, die zueinander passen und untereinander kombinierbar sind. So schaffst du mit verschiedenen Einzelteilen komplett unterschiedliche Outfits, passend für jeweilige Jahreszeiten.

Social Media und Fast Fashion Werbung

  1. Lass dich nicht von konsumorientierten Channels beeinflussen und folge nachhaltigen und kritischen Social Media Accounts. Ein Clean-up sorgt nicht nur für einen gut sortierten Feed, sondern auch für einen klaren Kopf.

Instagram Accounts die sich für Nachhaltigkeit einsetzen sind z.B. : @dariadaria, @fashionchangers, @peppermynta_mag, @vcy.w, @ceppelincom oder natürlich unser Profil @nachhaltige_kleidung.de.

  1. Lösche Shopping-Apps auf deinem Smartphone und abonniere nur ausgewählte Newsletter.
  2. Upcycling und Reparieren  Lass deine Kleidung umnähen, wenn sie nicht richtig passt und repariere sie, wenn möglich, anstatt sie zu entsorgen.

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