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Gastbeitrag von Sperling Bags: 5 Gründe gegen Leder

Gastbeitrag von Sperling Bags: 5 Gründe gegen Leder

Braunes Leder

Leder ist (leider) ein sehr beliebtes Material in der Textilbranche. Es ist robust, langlebig und sieht „schick“ aus. Dabei vergessen viele Menschen, dass es sich bei dem Material um die Haut von Tieren handelt. Wir von Sperling Bags haben dem Leder den Kampf angesagt, denn wir glauben, dass für keinen Modetrend ein Tier leiden sollte. Deswegen produzieren wir nachhaltige Rucksäcke, Taschen und Accessoires aus Naturmaterial.

Für unsere Produkte verwenden wir Bio-Baumwolle und die Rinde der Korkeiche. Kork ist eine pflanzliche Lederalternative und ein nachwachsender Rohstoff.

Warum man in seinem Alltag auf Leder verzichten sollte oder auf pflanzliche Alternativen umsteigen sollte, verraten wir dir in diesem Artikel.  

1. Leder ist KEIN Abfallprodukt

Sehr häufig hören wir eine Aussage: „Leder ist ein Abfallprodukt der Fleischindustrie. Daher sollte man das Tier auch komplett verwerten!“ – Das ist leider ein Irrglaube! Da die Nachfrage nach Leder so groß ist, werden viele Tiere eigens für die Lederherstellung gezüchtet.

Selbst wenn in vielen Zuchtbetrieben die Fleischproduktion im Vordergrund steht, so ist die Haut der Tiere stets eine fest einkalkulierte Einnahme und damit mit ein entscheidender Beweggrund für die Tötung der Tiere, die oft mit Qualen verbunden ist. Leder kann daher keineswegs als Schlachtabfall abgetan werden.

2. Leder ist kein Naturprodukt

Wie eingangs erwähnt, hat Leder in der textilen Branche einen extrem guten Ruf. Der Begriff „Echtleder“ hat es längst zu einem Synonym für ein Naturprodukt höchster Qualität in die Köpfe der Verbraucher geschafft. Doch Leder ist gar kein Naturprodukt!

Da die Haut eines Tieres als organisches Material nach dem Tod des Tieres recht schnell anfangen würde, zu verwesen, müssen Chemikalien zugesetzt werden, die diesen Prozess aufhalten. Bei diesem Gerb-Prozess verändert sich die ursprüngliche Tierhaut so sehr, dass von einem natürlichen Produkt nicht mehr die Rede sein kann.

3. Leder ist giftig

Wie im vorangegangenen Abschnitt angesprochen, werden die Tierhäute bei der Gerbung in ein Bad aus diversen Chemikalien gelegt, um die Verwesung zu stoppen und etwa die Enthaarung zu beschleunigen.

Die bekannteste Substanz ist dabei Chrom III, woraus sich bei unsachgemäßem Vorgehen Chrom IV bildet. Dieses kann zum Auslöser für allergische Reaktionen werden und gilt als krebserregend.

Damit ist nicht nur die Herstellung zwangsläufig gefährlich für die Menschen in den Gerbereien, sondern kann durch den Hautkontakt auch zu einem Risiko für dich selbst werden.

4. Leder verschmutzt die Flüsse

Die in den Gerbereien gelösten Bestandteile, wie Tierhaare, Haut- und Fleischreste landen im weiteren Verlauf des Prozesses im Abwasser. Da es in vielen lederverarbeitenden Ländern keine Umweltstandards für die Abwässer der Gerbereien gibt, kommt es folglich zur Belastung der Flüsse und damit letztendlich zu Problemen der Trinkwasserversorgung.

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5. Leder begünstigt den Klimawandel

Es ist allgemein bekannt, dass die Massentierhaltung mit dem einhergehenden Ausstoß von Methan eine der Hauptursachen für den Klimawandel ist. Da Methan den Klimawandel noch deutlich mehr beschleunigt, als es CO2 tut, hat die Lederindustrie auch hierauf negative Einflüsse für den gesamten Planeten.

Darauf, dass in der Lederherstellung oft auch gegen Menschenrechte verstoßen wird, sind wir in diesem Artikel nicht eingegangen. Hierbei handelt es sich aus unserer Sicht um ein allgemeines Problem, welches nicht nur mit der Lederindustrie zusammenhängt und welches durch mehr Wertschätzung bekämpft werden könnte. Die genannten Punkte hingegen hängen zwangsläufig mit Leder zusammen.

Was du tun kannst?

Greif auf pflanzliche Alternativen zurück.

Unser Startup Sperling Bags verfolgt die Mission, zu zeigen, dass man für Nachhaltigkeit keine Kompromisse eingehen muss, sondern es eine echte Alternative sein kann. Wir sind bei unserer Suche nach einer Lederalternative auf Kork gestoßen.

Hierbei handelt es sich um die Rinde der Korkeiche. Das Beste: Für die Verwendung und Weiterverarbeitung von Kork wird der Baum nicht gefällt, sondern lediglich geschält.

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